Die gotische Klosteranlage Walkenried blickt auf eine fast 900-jährige wechselvolle Geschichte zurück. Zur Hoch- und Blütezeit lebten, beteten und arbeiten im Kloster rund hundert Mönche, die im niedersächsischen Westharz intensiv Montanwirtschaft betrieben, während der Schwerpunkt ihrer mittelalterlichen Agrarwirtschaft im heutigen Thüringen und heutigen Sachsen-Anhalt lag.
Teiche, Gräben und Wasserläufe durchziehen die malerische Landschaft des Oberharzes. Sie sind die sichtbaren Bestandteile der Oberharzer Wasserwirtschaft, die vom 16. bis ins 19. Jahrhundert hinein entstanden ist. Einst waren die Teiche Energiespeicher und lieferten das Antriebswasser für die Erzförderung, für die Pumpen der Bergwerke und später für den Personentransport unter Tage.
Die Oberharzer Wasserwirtschaft ist seit 1992
Unesco-Welterbe und umfasst heute 310 Kilometer Wassergräben, 30 Kilometer Wasserläufe und 107 Teiche. Zur Oberharzer Wasserwirtschaft zählen weitere bedeutende Baudenkmale wie die mittelalterliche Klosteranlage Walkenried, deren wassertechnisch versierte Mönche seit der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts auch Miteigentümer des Rammelsberger Bergbaus waren.
Nachdem die Vierung der Klosterkirche im Bauernkrieg beschädigt wurde, war der Kirchenbau dem Verfall preisgegeben. Der erhaltene Kreuzgang mit einer Höhe von fast 6 Metern gilt als einer der schönsten der Gotik in Norddeutschland. Das Wahrzeichen Walkenrieds ist der nördliche doppelschiffige Flügel, der Lesegang, in dem heute die Kreuzgangkonzerte stattfinden.
Mehr zur Geschichte finden Sie auf der
Website des Museums Kloster Walkenried.